Wenn Worte nicht mehr reichen, kann das Malen neue Zugänge öffnen.
Vielleicht kreisen dieselben Gedanken seit Monaten oder Jahren immer wieder um dasselbe Thema. Vielleicht spürst du innere Unruhe, Druck, Ängste oder Erschöpfung. Und gleichzeitig hast du das Gefühl, dich selbst irgendwo unterwegs verloren zu haben.
In der Maltherapie geht es nicht darum, etwas „schön“ darzustellen oder analysieren zu müssen. Über das Malen entsteht oft überraschend schnell ein Zugang zu dem, was innerlich feststeckt, belastet oder schwer greifbar geworden ist.
Was im Gespräch manchmal abstrakt bleibt, wird über die Arbeit am Bild sichtbar, spürbar und bearbeitbar. Viele Menschen erleben dabei mehr Klarheit, innere Ordnung und die Möglichkeit, wieder handlungsfähiger zu werden.
Ich begleite dich dabei mit lösungsorientiertem und personenorientiertem Malen — ruhig, präzise und ohne Bewertung.
Malen eröffnet einen anderen Zugang als Worte allein.
Viele Menschen versuchen lange, ihre Themen zu verstehen, zu ordnen oder „in den Griff“ zu bekommen — und merken irgendwann, dass sie sich innerlich trotzdem im Kreis drehen.
Über das Malen entsteht ein direkterer Zugang zu inneren Bildern, Gefühlen und Körperreaktionen, die oft schwer in Worte zu fassen sind. Das Bild macht sichtbar, was gleichzeitig schon da ist — ohne dass alles erklärt oder analysiert werden muss.
Im geschützten Rahmen der Maltherapie darf Schritt für Schritt sichtbar werden:
-was belastet,
-was Kraft kostet,
aber auch
-was trägt,
-stärkt
-und neue Bewegung möglich macht.
Dabei arbeite ich je nach Anliegen lösungsorientiert, personenorientiert oder mit begleitetem Malen. Immer in deinem Tempo und ohne künstlerische Bewertung.
Du musst dafür nicht malen können.
Ein geschützter Raum für innere Prozesse
In der Maltherapie geht es nicht darum, möglichst schnell „funktionieren“ zu müssen oder etwas an dir zu optimieren.
Viele Menschen erleben es als entlastend, einen Ort zu haben, an dem sie mit dem da sein dürfen, was gerade ist — ohne sich erklären, rechtfertigen oder beweisen zu müssen.
Ich begleite dich dabei aufmerksam und präzise. Manche Anliegen lassen sich gezielt und lösungsorientiert bearbeiten. Andere brauchen zunächst Raum, damit überhaupt sichtbar werden kann, worum es innerlich wirklich geht.
Das Malen schafft dabei oft eine besondere Verbindung zwischen Wahrnehmung, Gefühl und innerem Erleben. Dinge, die lange diffus, belastend oder festgefahren waren, beginnen greifbarer zu werden.
Immer wieder erlebe ich, wie Menschen durch diesen Prozess:
-mehr innere Klarheit finden,
-sich selbst besser verstehen,
-neue Handlungsmöglichkeiten entdecken
-und wieder mehr bei sich ankommen.
Dabei musst du weder kreativ noch „gut im Malen“ sein. Entscheidend ist nicht das Bild als Ergebnis, sondern der Prozess, der darin sichtbar wird.
Wie ich arbeite
Jede Begleitung ist so individuell wie der Mensch, der zu mir kommt. Je nach Anliegen, Situation und Persönlichkeit wählen wir gemeinsam den Zugang, der im Moment am besten unterstützt.
Begleitetes und personenorientiertes Malen
Auf die gleiche Art, wie du Entscheidungen auf dem Bild triffst, entscheidest du dich auch im Leben. Im begleiteten Malen steht nicht das fertige Bild im Mittelpunkt, sondern der Weg dorthin.
Während des Malens werden innere Themen oft auf eine andere Weise erfahrbar als im Gespräch allein. Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen erhalten Form, Farbe und Raum. Dadurch entstehen neue Blickwinkel und Zusammenhänge werden sichtbarer.
Manches wird klarer. Manches darf sich erst langsam entfalten. Oft zeigt sich dabei etwas, das im Alltag zwischen Anforderungen, Erwartungen und Gewohnheiten kaum wahrgenommen wird.
Nicht zuletzt ist das Malen im Atelier ein besonders sinnliches Erlebnis.
Die cremigen Gouache-Farben von Lascaux aus natürlichen Pigmenten lassen sich direkt mit den Fingern auf das grossformatige Papier an der Malwand auftragen. Farbe, Bewegung und Material sprechen die Sinne an und laden dazu ein, wieder stärker mit dem eigenen Erleben in Kontakt zu kommen.
Behutsam begleite ich dich im Abenteuer, deine eigene bildnerische Sprache zu entdecken. Deine Bilder werden dabei weder künstlerisch bewertet noch psychologisch interpretiert.
Und nein – du musst dafür nicht malen können.
Lösungsorientiertes Malen LOM®
Was mich am lösungsorientierten Malen bis heute fasziniert, ist die Klarheit und Präzision, mit der sich auch komplexe Anliegen bearbeiten lassen. Immer wieder erzählen mir Menschen nach Abschluss eines Prozesses, sie hätten nie gedacht, dass sich eine langjährige Angst, eine belastende Erinnerung oder ein festgefahrenes Muster so grundlegend verändern kann.
Nicht weil etwas weggedrückt oder überdeckt wird. Sondern weil das Anliegen Schritt für Schritt bearbeitet wird – auf eine Weise, die oft überraschend klar, einfach und unmittelbar erlebt wird.
Viele belastende Erfahrungen, Ängste oder festgefahrene Muster sind nicht nur als Gedanken gespeichert. Sie zeigen sich auch in inneren Bildern, Körperreaktionen, Gefühlen oder automatischen Reaktionen, die sich oft nur schwer über Gespräche verändern lassen.
Genau hier setzt das lösungsorientierte Malen (LOM®) an.
Statt lange über ein Problem zu sprechen, arbeiten wir direkt mit den Bildern, Erinnerungen oder Bildmetaphern, die mit einem Anliegen verbunden sind. Über das Malen entsteht die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen und festgefahrene innere Reaktionsmuster Schritt für Schritt zu verändern.
Dabei musst du nichts interpretieren, analysieren oder künstlerisch darstellen. Das Malen dient als einfaches und zugleich überraschend wirkungsvolles Kommunikationsmittel.
LOM® eignet sich besonders für konkrete Anliegen wie:
-Ängste und Blockaden
-belastende Erinnerungen
-wiederkehrende Stressreaktionen
-Beziehungsthemen
-schwierige Entscheidungen
-Trauer- und Verlustprozesse
-belastende Verhaltensmuster
-mentale Vorbereitung auf herausfordernde Situationen
Viele Menschen erleben es als entlastend, dass nicht jedes Detail immer wieder erzählt werden muss. Stattdessen entsteht ein direkter Zugang zu dem, was innerlich wirkt und Veränderung braucht.
Je nach Anliegen kann das lösungsorientierte Malen mit dem begleiteten bzw. personenorientierten Malen kombiniert werden. So verbinden sich die Klarheit eines gezielten Vorgehens mit der Offenheit eines kreativen Prozesses.
Für welche Anliegen eignet sich Maltherapie?
Maltherapie kann bei ganz unterschiedlichen Anliegen unterstützen.
Manche Menschen kommen mit einem klaren Thema ins Atelier. Andere spüren vor allem, dass etwas sie belastet, beschäftigt oder immer wieder Energie kostet, ohne genau benennen zu können, worum es eigentlich geht.
Häufige Themen sind zum Beispiel:
- Ängste und innere Blockaden
- belastende Erinnerungen oder einschneidende Erfahrungen
- Trauer und Verluste
- Beziehungsthemen und wiederkehrende Konflikte
- Selbstzweifel und mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
- Stress, Überforderung und innere Anspannung
- psychosomatische Beschwerden
- wichtige Entscheidungen und persönliche Übergänge
Ebenso oft geht es jedoch nicht darum, ein Problem zu lösen, sondern wieder besser mit sich selbst in Kontakt zu kommen, die eigenen Bedürfnisse klarer wahrzunehmen oder neue Perspektiven für den weiteren Weg zu entwickeln.
Im gemeinsamen Prozess schauen wir, welcher Zugang für dein Anliegen sinnvoll ist und wie die Begleitung dich am besten unterstützen kann.
Einzeltermine, Gruppen und Online-Begleitung
Jeder Mensch, jede Lebenssituation, jedes Anliegen ist anders. Deshalb gibt es keinen festen Ablauf.
Zu Beginn besprechen wir, was dich beschäftigt und woran du gerne arbeiten möchtest. Je nach Situation und Anliegen gehen wir eher lösungsorientiert vor oder wir lassen über das Malen sichtbar werden, was sich zeigen und entwickeln möchte.
Beides hat seinen Platz. Manchmal steht eine konkrete Frage im Vordergrund, manchmal ein innerer Prozess, der zunächst noch keine klaren Worte hat.
Malen bedeutet dabei nicht, etwas darstellen oder können zu müssen. Das Bild wird vielmehr zu einem Erfahrungs- und Ausdrucksraum, in dem neue Sichtweisen entstehen und innere Prozesse sichtbar werden können.
Die Begleitung ist als Einzeltermin, in der Gruppe oder online möglich.
Einzelbegleitung
Die meisten Menschen beginnen mit Einzelterminen. Eine Maleinheit im Atelier dauert in der Regel 90 Minuten. Rhythmus und Dauer richten sich nach deinem Anliegen und deinen Bedürfnissen.
Gruppen
Das Malen in der Gruppe eröffnet zusätzliche Perspektiven. Viele Menschen erleben es als bereichernd, den eigenen Prozess in einem geschützten Rahmen zu vertiefen und gleichzeitig von den Erfahrungen anderer inspiriert zu werden. Die Gruppen finden regelmässig am Mittwochvormittag statt. Nach Bedarf öffne ich auch an einem anderen Tag oder abends eine Gruppe - gib mir gerne deine Präferenz an.
Online-Begleitung
Auch online ist eine therapeutische Begleitung über das Malen gut möglich. Alles, was du brauchst, sind Papier, Ölkreiden oder Farbstifte sowie eine stabile Internetverbindung. Online-Termine dauern in der Regel 60 Minuten und eignen sich besonders, wenn du weiter entfernt wohnst oder zeitlich flexibel bleiben möchtest.
Wie Manuela in diesem kurzen Erfahrungsbericht erzählt, kann das Malen und die Begleitung auch über den Bildschirm erstaunlich unmittelbar und wirksam erlebt werden.
Gerne erzähle ich dir mehr in einem unverbindlichen Kennenlerngespräch.
Eine Erfahrung aus der Praxis
Als Ramona zu mir kam, befand sie sich in einer belastenden Lebenssituation und fühlte sich erschöpft, verunsichert und festgefahren.
Über mehrere Monate arbeitete sie zunächst im begleiteten Malen und später mit lösungsorientierter Maltherapie an den Themen, die sie beschäftigten.
Im folgenden Video erzählt sie selbst, wie sie den gemeinsamen Prozess erlebt hat und welche Veränderungen daraus entstanden sind.
Ich danke Ramona herzlich für ihre Offenheit und die Bereitschaft, ihre Erfahrungen zu teilen.
Einige Krankenkassen beteiligen sich im Rahmen der Zusatzversicherung für Komplementärmedizin an den Kosten für Maltherapie. Bitte erkundige dich im Voraus direkt bei deiner Kasse, ob du entsprechend versichert bist.
Stille in der Maltherapie
Malen braucht nicht viele Worte.
Oft entsteht gerade in der Verbindung von Aufmerksamkeit, Stille und dem kreativen Prozess ein Raum, in dem etwas sichtbar werden kann, das sich nur schwer erklären lässt.
Im folgenden Video wird die Haltung des Begleiteten Malens eindrücklich gezeigt. Zu sehen ist die Kunsttherapeutin Bettina Egger, die diese Arbeitsweise in der Schweiz wesentlich mitentwickelt und geprägt hat.
Während meiner Ausbildung zur Kunsttherapeutin durfte ich sie persönlich kennenlernen. Ihre achtsame Präsenz und ihr tiefes Vertrauen in den schöpferischen Prozess haben mich nachhaltig geprägt.
Das Video stammt aus einem Film von Bettina Egger und wird mit ihrer ausdrücklichen Erlaubnis verwendet.
