Coaching und Malbegleitung für erhöht neurosensitive Menschen

Bist  du ein Mensch mit einer feinen Wahrnehmung und fühlst dich manchmal überreizt von all den Einflüssen, Emotionen, den Erwartungen, die es zu erfüllen, den Befindlichkeiten, die es zu berücksichtigen gilt? Von Hektik, lauten, grellen, quirligen Büros, Menschen, Strassen, Einkaufszentren, etc.?

Und sehnst du dich nach Ruhe, Rückzug, Raum und Luft und einem Ort der Geborgenheit, wo du dich sammeln, deine Batterien aufladen, dich auf deine eigenen Werte und Bedürfnisse beSINNen kannst?

 

Dieser Ort ist in dir drin, aber um zu diesem inneren Zufluchtsort durchzudringen, braucht es Ruhe und Aufmerksamkeit auf deine Sinneswahrnehmungen und Gefühle, die dein wichtigster Kompass sind.

Bei mir im Malatelier und im Neurosensitivitäts-Coaching findest du diese Ruhe und Geborgenheit. Da auch ich über eine sehr feine Wahrnehmung und viel Empathie verfüge, wirst du dich bei mir gesehen und verstanden fühlen.

Lass uns gemeinsam deinen inneren Zufluchtsort entdecken, erforschen, festigen und ausgestalten!

Wie ich dich dabei unterstützen kann, erzähl ich dir gerne in einem persönlichen, diskreten und kostenfreien Kennenlerngespräch.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“

der kleine Prinz

Wie wir Neurosensitivität wissenschaftlich definiert?

Stark erhöhte Neurosensitivität bzw. Hochsensibilität

Sensitivität ist «die Fähigkeit, Umgebungsreize zu registrieren und zu verarbeiten». Neurosensitivität wird in der Wissenschaft somit als eine Art Wahrnehmungsfähigkeit gegenüber Umgebungsreizen verstanden (nach Prof. Dr. Michael Pluess).

Neurosensitivität ist ein Kontinuum von geringer bis höchster Wahrnehmungsfähigkeit.
60 Prozent aller Menschen sind mittelsensitiv (leicht erhöht/vermindert) und je 20 Prozent stark erhöht oder vermindert sensitiv.

Der Begriff erhöhte Neurosensitivität ist neutraler als „Hochsensibilität“, was im deutschen Sprachgebrauch immer noch oft mit der vulnerablen Sensitivität verbunden wird. Wird jemand als „hochsensibel“ bezeichnet, wird das oft gleichgesetzt mit mangelnder Belastbarkeit und Überempfindlichkeit.

Dies trifft aber längst nicht auf alle stark erhöht neurosensitiven Menschen zu. Fakt ist, dass bei ihnen mehr Reize ins Bewusstsein vordringen als bei weniger sensitiven Menschen.

Dies ist auf der einen Seite eine grosse Bereicherung, weil eine erhöhte Wahrnehmung ein intensiveres Erleben angenehmer Reize wie z.B. zarte Blumendüfte ermöglicht.

Es kann aber auch anfälliger machen für Überstimulation, also reizbarer und schneller gestresst – je nachdem, wie jemand gelernt hat, mit negativen Reizen umzugehen (vgl. Sensitivitätstypen).

Dabei machen die Reize von aussen gerade mal 1% der Wahrnehmung aus (Quelle: Gerhard Roth, Neurowissenschaftler an der Universität Bremen), bei erhöht Wahrnehmenden etwas mehr. Den ganzen Rest liefert das Gedächtnis, das durch unsere Erfahrungen und unser Weltbild geprägt ist.

Und da wir Menschen dazu neigen, unsere interpretative Wahrnehmung mit «Wahrheit» gleichzusetzen, gibt es so viele «Wahrheiten» wie Menschen. Alles ist relativ, wie Einstein schon sagte…

Die vier Sensitivitätstypen

Menschen mit geringer Sensitivität nehmen weniger wahr, sind dafür aber auch weniger empfänglich für negative Einflüsse. Sie zeigen weniger Empathie, leiden aber auch weniger an Selbstzweifeln. Sie neigen eher zu einem Tunnelblick, können sich aber auch gut fokussieren und lassen sich weniger ablenken als Vielwahrnehmende.

Auf der andern Seite der Skala gibt es drei Typen mit erhöhter Neurosensitivität:

Generelle Sensitivität
„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“. Diese emotionalen Extreme sind typisch für erhöht neurosensitive Menschen, bei denen die Sonnen- und Schattenseite etwa gleich ausgeprägt sind. Generell sensitive Menschen kennen diese Achterbahn der Gefühle nur zu gut. Weil bei ihnen auch die Sonnenseite ausgeprägt ist, verfügen sie über einen hohen Energielevel und tendieren dazu, sich für andere zu verausgaben und landen deswegen nicht selten in einem Burnout.

Vulnerable Sensitivität
Wenn stark erhöht neurosensitive Menschen in ständiger Angst vor Überstimulation (Abwehr und Vermeidung) leben und sich durch negative Reize schnell aus der Bahn werfen lassen, bleibt wenig bis gar keine Kapazität bzw. Energie mehr für die Wahrnehmung der nährenden Sonnenseite, der positiven Reize. Diese einseitige Fokussierung auf die Abwehr bzw. Vermeidung von negativen Reizen kann verständlicherweise in eine Negativspirale und zu psychischen Beeinträchtigungen führen.

Vantage-Sensitivität
Genau umgekehrt sieht es aus bei Menschen mit Vantage-Sensitivität (kommt vom englischen „advantage“). Sie verfügen ebenfalls über eine erhöhte Fähigkeit, Reize zu registrieren und verarbeiten, sind jedoch resilienter gegenüber negativen Reizen, d.h. sie haben gelernt, damit umzugehen, ja sie als Wachstumschance zu nutzen.  Zudem verfügen sie über eine erhöhte Empfänglichkeit gegenüber den positiven Reizen und können das Leben geniessen. Diese Eigenschaften machen sie gemäss den empirischen Daten der Doktorarbeit von Dr. Patrice Wyrsch zu den Top-Leadern und Top-Performern unserer Gesellschaft. Wie die Generellsensitiven verfügen sie über einen hohen Energielevel, haben aber auch gelernt, für sich selbst einzustehen und für einen gesunden Energieausgleich zu sorgen.

Sensitivitätstypen-Test nach Dr. Patrice Wyrsch

Möchtest du wissen, welcher Sensitivitätstyp du bist? Dann melde dich gerne bei mir. Wir füllen ihn gemeinsam aus und du hast dann gleich das Resultat.

Dazu machen wir einen Zoom-Termin ab. Wir können das in ein kostenfreies Kennenlerngespräch integrieren (30 Minuten).

Auf der Kontaktseite kannst du einen Termin buchen.

Interview mit Dr. Patrice Wyrsch

Partner-Talk mit Dr. Patrice Wyrsch zu Kreativität und Neurosensitivität

Während drei Jahren (bis Ende 2023) war ich Partner-Coach von Dr. Patrice Wyrsch. In diesem Interview zu den Themen Neurosensitivität, Emotionen und Kreativität erfährst du u.a., wie Kreativität (z.B. beim Malen) dein emotionales Gleichgewicht fördert.

Überreizte Neurosensitivität und Abgrenzung

Unsere Wahrnehmung ist also vorwiegend «hausgemacht», weil das Gehirn die eintreffenden Sinnesreize entsprechend seiner Prägungen zu einem Bild vervollständigt.

Das hat auch grosse Vorteile. Da das Gehirn von stark Neurosensitiven sehr dicht verschaltet ist, ermöglicht es viele Assoziationen und befähigt zu einem vernetzten, kreativen und bei manchen auch innovativen Denken.

Die Schattenseite dieser Qualität überwiegt dann, wenn du aus deiner Prägung heraus vor allem im Vermeidungsmodus denkst und handelst.

Dann interpretierst du viele eingehenden Reize als «feindlich», gegen dich gerichtet und wehrst sie ab. Im Abwehrmodus ist dein Stresslevel entsprechend konstant hoch, wie beispielsweise bei einem Computerspiel, wo man immer mehr «Feinde» abwehren muss, je länger das Spiel dauert.

Es kostet viel Kraft und Energie, sich abzugrenzen und schützen gegen Umgebungsreize. Weil die Energie bekanntlich dorthin fliesst, wo du deine Aufmerksamkeit hinlenkst.

Wäre es nicht sinnvoller, die kostbare Aufmerksamkeit auf die Dinge zu lenken, die dich aufbauen und nähren als in die Verteidigung?

Was wäre die Alternative?

Verbinden statt Trennen

Durch Abwehr bzw. Abgrenzung entsteht ein Gefühl des Getrenntseins, das ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle vermittelt, jedoch auch leidvolle Gefühle von Einsamkeit und Sinnlosigkeit hervorrufen kann.

Wer in der Abwehr gefangen ist, zieht sich immer mehr zurück und verengt seinen Lebensradius. Dann fehlt auch das Gefühl der Geborgenheit, das nur durch die Verbundenheit mit anderen Menschen und ein entsprechendes Grundvertrauen in ihre Gutwilligkeit genährt werden kann.

Ich kann aber in Kontakt mit anderen gehen, mich berühren lassen, durchlässig bleiben und trotzdem in meiner eigenen Energie sein.

Nämlich dann, wenn ich meinen eigenen Raum einnehme, in meiner Energie bleibe und zu mir stehe.

Mich selbst ausfülle.

Anstatt immer im Aussen zu sein, zu versuchen, es allen rechtzumachen und meine eigenen Bedürfnisse dabei geflissentlich zu ignorieren.

Wenn ich bei mir, in meinem Körper verankert bleibe (z.B. Aufmerksamkeit auf Atmung), meinen Raum einnehme und mich selbst spüre und annehme, wie ich bin, dann brauche ich nicht in die Verteidigung zu gehen.

Damit meine ich nicht, dass ich mit allem einverstanden sein muss. Klar Nein zu sagen, bedeutet auch, für mich einzustehen. Ich sage dann Ja zu mir selbst.

Dann bleibt meine Energie bei mir und fliesst nicht ab in die Verteidigung. Dann habe ich die Wahl, ob und wie ich auf Bedürfnisse anderer eingehe und fühle mich frei und selbstbestimmt.

Möchtest du wissen, wie du das üben kannst? In meinen Onlinekurs „Zugang zum Malen“ für erhöht Neurosensitive zeige ich dir, wie du das Malen als Werkzeug zum üben nutzen kannst und einen einfachen Zugang zum Malen und deiner gestalterischen Kreativität findest.

Bewusstes Wahrnehmen schafft innere Distanz zu negativen Reizen

Ein wichtiger Schritt, um die Negativspirale umzudrehen, ist die Entkoppelung der Wahrnehmung von hausgemachten Bewertungen.

Nur Wahrnehmen, was ist.

Es ist die Bewertung, an der wir leiden. Wenn ich mich den Reizen ausgeliefert fühle, gehe ich in die Verteidigung.

Um die Wahrnehmung ohne Denken zu üben, kannst du beispielsweise bei einem Spaziergang immer wieder vom Denken in die Wahrnehmung switchen, indem du deine Aufmerksamkeit bewusst auf die Geräusche (z.B. die Vogelstimmen) lenkst. Oder Gerüche.

Reize übers Gehör oder die Nase oder die Haut (z.B. Wind, der übers Gesicht streift) sind weniger an Erinnerungen und Gedanken gekoppelt als das, was du mit den Augen wahrnimmst. Zudem sind sie konstanter.

Wenn die Aufmerksamkeit in Gedanken oder Gefühle abdriftet, holst du sie ohne Werten in Ruhe wieder zurück auf die Sinneswahrnehmung.

So trainierst du den Muskel deiner Aufmerksamkeit und entspannst gleichzeitig dein Gehirn, gönnst ihm eine Pause vom Denken.

Nützliche Übungen zur bewussten Wahrnehmung gebe ich dir auch in meinem Onlinekurs „Zugang zum Malen“ an die Hand.

Fremdenergien

Ein Klient von mir nimmt stark Fremdenergien wahr, d.h. er spürt Gedanken und Gefühle anderer Menschen und fühlt sich dadurch belastet.

Sobald er sich bewusst wird, dass es sich nicht um seine eigenen handelt, schafft er innere Distanz, Raum und kann die Fremdenergien dort lassen, wo sie sind.

Wenn er sich aber dagegen wehrt, sich z.B. über sie aufregt, hat sein Gehirn die Reize bereits als «Gefahr» erkannt. Er verliert Energie.

Dass er für bestimmte Fremdenergien so offen ist, hat damit zu tun, dass er mit ihnen in Resonanz geht. Wie ein Alarmknopf, der einen Gedanken auslöst, wie z.B. «ich werde nicht respektiert». Dieser Gedanke löst Verärgerung, Widerwille aus.

Wenn wir jetzt gemeinsam die konkrete Situation anschauen, isolieren wir den ursprünglichen Reiz. Was genau hat den Alarm ausgelöst?

Das kann eine Stimmung im Raum sein, aber auch eine Geste, ein Gesichtsausdruck, eine Körperhaltung, ein Wort einer anderen Person.

Wichtig ist der Gedanke, den der Reiz bei ihm auslöst. Z.B. die Bewertung «das ist respektlos».

Durch dieses genaue Hinschauen entkoppeln wir den ursprünglichen Reiz von der Bewertung, der Interpretation. Ob es sich tatsächlich um eine «Respektlosigkeit» handelt, wird dann zur Nebensache. Schliesslich liesse sich die Situation auch anders interpretieren.

Dadurch wird ihm bewusst, dass es nur ein Gedanke ist, nicht die «Realität». Anstatt sich dagegen zu wehren (-> Ärger), kann er den Gedanken einfach stehen lassen, ihn quasi von aussen betrachten, interessiert anerkennen und dann die Aufmerksamkeit nach innen richten, auf die Atmung, das eigene Energiefeld, den eigenen Raum.

Nützliche Übungen zum Umgang mit Fremdenergien erhältst du in meinem Onlinekurs „Zugang zum Malen“.

Den eigenen Raum einnehmen und gestalten

Um mit Fremdenergien nicht in Resonanz zu gehen und mich damit im Aussen, in der Abwehr zu verlieren, muss ich also bei mir bleiben, in meinem Körper und meiner Energie.

Bei mir zuhause sein.

Und hier wird es für manche schwierig, weil sie ihr Zuhause gar nicht richtig kennen – zu oft halten sie sich auswärts auf, sind entweder mit Verteidigung beschäftigt oder gehen den Wünschen und Anforderungen anderer nach.

Für den Verstand (das Ego) ist es viel einfacher, sich mit Abwehr, den «Fehlern» oder Wünschen anderer zu beschäftigen als mit dem eigenen Sein.

Sich im Tun zu verlieren, anstatt es sich zuhause gemütlich zu machen, mal hier genau hinzuschauen.

Womit willst du deinen Raum, dein Zuhause füllen? Wenn du deinen Raum selbst ausfüllst, kann er auch nicht von anderen (Fremdenergien, Reizüberflutung) eingenommen werden.

Was kann ich alles entsorgen, damit ich mich zuhause wohl fühle? Von welchen Prägungen und Glaubenssätzen darf ich mich getrost trennen, weil sie längst ausgedient haben? Sie sind wie sperrige Möbelstücke, die durch passendere, bequemere ersetzt werden können.

Oder vielleicht hättest du gerne etwas mehr Raum und Luft? Du kannst deinen Wohlfühlraum beliebig ausdehnen, wenn du die Mauern der Abwehr entfernt hast.

Möchtest du dein eigenes Zuhause, dein Sein besser kennenlernen? Vielleicht den einen oder anderen Raum in deinem Denken und Wahrnehmen entrümpeln und/oder ummöblieren?

Und hättest du dabei gerne jemanden zur Seite, die dich beim Perspektivenwechsel unterstützt? Ein Blick von aussen kann manchmal helfen, Gedanken und Gefühle zu sortieren. Ich bin gerne für dich da!

Joëlle Blaser, Pflegefachfrau, über das Neurosensitivitäts-Coaching und meine Begleitung:

Joëlles Geschichte als Text (zum lesen auf + klicken)

„Im frühen Kindesalter erlebte ich, dass ich meine Umwelt vertieft wahrnehmen kann, beispielsweise durch Gerüche und Umgebungsgeräusche. Mit dem Älterwerden erkannte ich in Gesprächen, was „zwischen den Zeilen“ gesagt wurde und entwickelte ein hohes Empathievermögen.

Es gelang mir, die grosse Vielfalt meines gesamten Umfelds vertieft wahrzunehmen. Ich erlebte, dass meine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit mir sehr schöne Erlebnisse ermöglicht, jedoch auch sehr belastend werden kann.

Meine Herausforderungen wurden vor allem im Berufsalltag als Pflegefachfrau HF immer grösser, da ich mich oft „ausgelaugt“ fühlte. Ich konnte mich praktisch zu gut in die anderen Menschen einfühlen und war wie ein Schwamm, der viele Themen und Energien der Mitmenschen aufnahm.

Im Mai 2021 kam mein Leben kurzfristig zum Stillstand – da entdeckte ich glücklicherweise Claudia Zürcher. Claudia‘s Homepage hat mich direkt angesprochen.

Die Verbindung zwischen dem Malen und ihren Neurosensitvitäts-Coachings rundete für mich das Gesamtpacket ab. Endlich konnte jemand (Claudia) mir erklären, weshalb ich eine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit habe und dass ich Generell-Sensitiv bin.

Claudia hat mich einfühlsam gecoacht und meine Lebensthemen aufgenommen. Folgende Veränderungen zeigten sich nach Anwendung der für mich stimmigen Tools: ich kann besser nein sagen, ich nehme meine eigene Energie besser wahr und lerne, diese von den Fremdenergien der Mitmenschen zu unterscheiden. Ich fühle mich jetzt ganz bei mir selbst und nicht ermüdet.

Ein grosses Highlight in der Begleitung von Claudia war für mich, dass sie aus ihren eigenen Erfahrungen und ihrer Lebensgeschichte erzählen konnte. So fühlte ich mich zu 200% verstanden.

Die grösste Stärke von Claudia ist ihre einfühlsame und positive Art. Das Sensitivitäts-Coaching bei Claudia empfehle ich allen, die motiviert sind, das Lebensthema der Neurosensitivität anzunehmen und sich auf den Weg zu machen, damit zu arbeiten. Ihr werdet erleben, wie ruhig und selbstbestimmt das Leben werden kann. 😉

Ich liebe FeinSINNiges,

Zwischentöne, Poesie, das nicht ganz Fassbare, Hintergründige, Magische, das Raum lässt für Fantasie und Verspieltheit.

Hier klick, um mehr zu lesen

Als Kind flüchtete ich oft in meine eigene reiche Innenwelt der Farben und Formen, wenn mir das Aussen zu laut und fordernd wurde, wenn ich mich missverstanden fühlte.  Oft wurde ich kritisiert, ich sei eine Träumerin, naiv, weltfremd… Heute weiss ich, dass genau das meine grosse Stärke und Qualität ist, meine Ressource, die ich jederzeit anzapfen kann, wenn ich im Aussen mal nicht weiter weiss.

Zur Träumerin gehört nämlich viel Fantasie, zur Naivität der Glaube ans Gute und Urvertrauen und zum Weltfremden das Out-of-the-Box-Denken und Ideenreichtum im Finden neuer Wege.

Beim Verarbeiten der vielen inneren Bilder und meiner intensiven Gefühlswelt habe ich immer schon gerne gemalt und Gedichte geschrieben. Später auch Keramikfiguren modelliert.

GeDICHTe sind VerDICHTungen von Gefühlen, Bildern und Stimmungen in Worten. Wortmalerei, um einen komplexen inneren Vorgang, momentanen Zustand zu transportieren. Auch eine Art Verschlüsselung, um etwas zu teilen, das man sich nicht traut, geradeheraus zu sagen und für das sich auch keine erklärenden Worte finden lässt. Dieselbe Funktion hat das Gestalten von Fantasiefiguren in Keramik, von denen ich dir nachfolgend gerne ein paar zeige:

Keramikfiguren von Claudia Zürcher

Klicke aufs Bild, um die Galerie zu sehen.

Alle Gedichte möchte ich hier nicht teilen, da sie doch sehr persönlich sind und die meisten aus einer Zeit meines Lebens stammen, wo alles etwas drunter und drüber ging und ich mich neu sortieren musste.

Aber eines teile ich hier mit dir. Es war das erste dieser Art und heisst „Augenblick“. Ich habe es während der Ausbildung an der Dolmetscherschule geschrieben (1992), als wir die Kafka-Gedichte durchnahmen.

Augenblick

Wie ein Saphir
glüht die Tiefe
und bannt
mit ihrem Charme

Wellen
suchen rastlos
züngeln fragend
vergeblich
nach Licht

Bunte Schatten
fliehen
die Angel
und tauchen
unter den Gedankenspiegel

Keramikfigur Rohbrand mit Titel "Erwachen" von Claudia Zürcher
Claudia Zürcher
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.