Ich bin Claudia Zürcher – eidg. dipl. Kunsttherapeutin im Engadin

In meinem Atelier in Champfèr begleite ich Menschen mit Maltherapie und kreativen Prozessen. Mich fasziniert, was geschehen kann, wenn etwas, das innerlich bewegt, im Malen sichtbar wird – und sich dadurch ein neuer Blick darauf öffnet.

Ich kenne diese Erfahrung auch aus meinem eigenen Leben. Das Malen hat mir immer wieder geholfen, wahrzunehmen, was in mir lebendig ist, Zusammenhänge zu erkennen und meinen eigenen Weg klarer zu sehen. Diese Erfahrung prägt auch die Art, wie ich heute Menschen begleite.

Malende im Atelier von Claudia Zürcher in Champfèr

Wenn du viel wahrnimmst und dich dabei vergisst

Vielleicht kennst du dieses feine Gespür für das, was um dich herum geschieht. Du nimmst Stimmungen wahr, denkst vieles mit, interessierst dich für unterschiedliche Dinge und möchtest dein Leben bewusst und selbstbestimmt gestalten.

Gleichzeitig kann es geschehen, dass die eigenen Bedürfnisse zwischen all dem, was Aufmerksamkeit verlangt, leiser werden. Gedanken kreisen, Erwartungen und Verpflichtungen nehmen viel Raum ein – und irgendwann merkst du, dass du vor allem noch funktionierst.

Dabei kann der Kontakt zu dem verloren gehen, was dir selbst wichtig ist.

Im Malen entsteht ein anderer Raum. Was innerlich beschäftigt, muss nicht zuerst erklärt oder in die richtigen Worte gebracht werden. Es darf immer mehr sichtbar werden mit jedem gemalten Bild.

Und während sich auf dem Papier etwas ordnet, wird oft auch deutlicher, was zu dir gehört, was du nicht länger tragen möchtest und wohin deine eigene Bewegung gehen will.

Du bist mir wichtig

In meiner Begleitung interessiert mich nicht nur das Anliegen, mit dem du zu mir kommst. Mich interessiert der Mensch dahinter – mit seiner Geschichte, seiner Wahrnehmung und dem, was ihm wirklich wichtig ist.

Ich gebe dir keine fertigen Antworten. Im Malen entsteht Raum, in dem du deinen eigenen Bildern und Empfindungen begegnen und entdecken kannst, was sich darin zeigt. Ich begleite dich dabei aufmerksam und mit dem Vertrauen, dass du mit deiner eigenen Wahrnehmung Weg und Antworten findest.

Mein eigener Weg zur Maltherapie

Als ich 20 Jahre alt wurde, feierte ich meine Unabhängigkeit. Doch es dauerte nochmals 20 Jahre, bis ich begann, sie mir auch innerlich zuzugestehen.

Auf meinem eigenen Weg habe ich erfahren, wie viel sich verändern kann, wenn das, was lange nur als Gefühl oder Ahnung da war, eine sichtbare Form bekommt. Während meiner Ausbildung zur Kunsttherapeutin fügte sich vieles zusammen, was mich schon lange begleitet hatte.

Seit 2014 arbeite ich in meinem eigenen Malatelier mit allem, was mir wichtig ist: Begegnung und Eigenständigkeit, Tiefe und Leichtigkeit, Farbe, Stille und der Freiheit, den eigenen Spuren zu folgen und immer wieder Neues zu entdecken.

 

Claudia am Meditieren im Malatelier in Champfèr

Was beim Malen sichtbar werden kann

 

In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass über das Malen eines Bildes etwas sichtbar wird, für das Worte allein nicht ausreichen. Gedanken und Empfindungen bekommen Gestalt – und damit wird es möglich, ihnen anders zu begegnen.

Eine Klientin beschrieb ihre Erfahrung einmal so:

Bei dir erhalte ich immer wieder Klarheit und neue Erkenntnisse. Und das Malen erdet und festigt dazu meine Entscheidungen.

 

Eine Stimme aus der Praxis

„Das Malen bei dir ist ganz anders als in Therapien, wo man vor allem sitzt und redet. Man kommt an Knoten aus dem Leben heran, die plötzlich viel kleiner erscheinen und bewältigt werden können. Zu Beginn brauchte es grosse Überwindung, mich zu melden.

 

Doch das Kennenlerngespräch halft mir, die Scham und Angst davor, mich mit meinem Problem blosszustellen, zu überwinden. Nach unserem Gespräch fühlte ich mich bestätigt: hier bin ich richtig, hier darf ich sein, wie ich bin, hier werde ich gesehen und akzeptiert.

 

Bereits nach der ersten oder zweiten Sitzung merkte ich, dass sich etwas tut, es in mir arbeitet. Es stellte sich ein befreiendes Gefühl im Kopf ein und ich merkte überrascht, hey, es geht ja viel leichter! Übers Malen finde ich Lösungen, Herangehensweisen an Situationen, die ich im Alltag immer wieder abrufen kann.“

Claudia Zürcher in ihrem Garten in Berikon

 

Du willst noch mehr über mich wissen? Gerne.

Mein Weg zur Kunsttherapie war nicht geradlinig. Bevor das Malen zu meinem Beruf wurde, arbeitete ich viele Jahre im kaufmännischen und redaktionellen Bereich und als Übersetzerin. Vielleicht gehört auch das zu mir: die Freude daran, genau hinzuschauen, Zwischentöne wahrzunehmen und eine Form für etwas zu finden, das noch nicht ganz greifbar ist.

Neben dem Malen ist die Natur mein zweiter grosser Erfahrungsraum. Besonders die Berge des Engadins sind für mich ein Ort, an dem ich weit werde und gleichzeitig bei mir ankomme. Seit 2026 ist das Oberengadin mein Lebensmittelpunkt.

Viel Zeit verbringe ich mit meinen beiden Islandpferden. Beim Reiten, Wandern oder einfach draussen Sein erlebe ich etwas, das auch meine Arbeit prägt: Nicht alles lässt sich beschleunigen. Beziehung braucht Aufmerksamkeit, Entwicklung ihren eigenen Rhythmus – und manchmal zeigt sich der nächste Schritt erst, wenn genügend Raum dafür da ist.

Ich mag tiefe Gespräche und die Begegnung mit Menschen. Und genauso brauche und schätze ich die Stille, das Alleinsein und Zeiten, in denen nichts von mir verlangt wird.

Claudia mit ihren Pferden beim Reiten im Sommer im Engadin

Mein Mal- und Begegnungsraum in Champfèr

Seit vielen Jahren trug ich den Wunsch in mir, eines Tages in den Bergen zu leben und zu arbeiten. Heute ist dieser Traum Wirklichkeit geworden.

In meinem Atelier in Champfèr ist ein Ort entstanden, an dem für mich vieles zusammenkommt: Malen und Begegnung, konzentriertes Arbeiten und gemeinsames Erleben, Rückzug und Verbindung.

Hier begleite ich Menschen in der Maltherapie, im Einzelsetting und in Gruppen. Und von hier aus entstehen auch die kreativen Erfahrungsräume, die das Atelier mit der besonderen Landschaft des Engadins verbinden.

Ich empfinde es als grosses Geschenk, heute hier leben und arbeiten zu dürfen – an einem Ort, der mich selbst immer wieder daran erinnert, wie viel entstehen kann, wenn etwas Zeit und Raum bekommt.

Claudia holt ihre Pferde von der Weide im Winter im Engadin

Ausbildung & fachliche Qualifikation

Eidg. dipl. Kunsttherapeutin, Fachrichtung Malen und Gestalten
Ausbildung am Institut für Humanistische Kunsttherapie IHK und am Institut für Lösungsorientiertes Malen, u. a. bei Dr. Bettina Egger und Jörg Merz.

LOM® – Lösungsorientiertes Malen
Ausbildung und fortlaufende Weiterbildungen, Selbsterfahrung und Supervision, u. a. bei Dr. Bettina Egger, Stephanie Loop sowie Rita Schöpfer und Martin Gerber.

Weitere fachliche Weiterbildungen
U. a. in Personenorientierter Maltherapie bzw. Begleitetem Malen, Palliative Care sowie Selbsterfahrung fachübergreifende Einblicke in Bewegungs-/Tanz-, Musik-, Klang- sowie Sprach- und Dramatherapie.

Anerkennung & Vernetzung

Meine kunsttherapeutische Arbeit ist EMR-anerkannt. Je nach Zusatzversicherung werden die Kosten unter anderem von EGK und Visana mitgetragen.

Ich bin Mitglied im Fachverband Humanistische Kunsttherapie sowie fachlich und regional in verschiedenen Netzwerken im Engadin und in Graubünden (Kunsttherapie Graubünden) verbunden.

 

Claudia Zürcher ist Mitglied im Fachverband Humanistische Kunsttherapie
EMR-Zertifizierung
Claudia Zürcher ist Mitglied im Verein Bainesser Engiadina
Claudia Zürcher ist Mitglied im Verein Gesund im Engadin
Claudia Zürcher
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